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Ergonomie in der Reinigung: Arbeitsabläufe körperfreundlich gestalten

Schmerzen im Rücken, Verspannungen in den Schultern, schmerzende Gelenke - wer körperlich arbeitet, merkt das häufig auch deutlich. Denn körperschonende Bewegungen und ergonomische Arbeitsabläufe sind selten Inhalt der Ausbildung. Vor allem bei der Reinigung von Räumen und Oberflächen spielt die Ergonomie eine wichtige Rolle - wir erklären, wie ergonomische Arbeitsabläufe das Reinigen erleichtern.

Warum ist Ergonomie bei der Reinigung so wichtig?

Schwere Eimer und Möbel bewegen, sich strecken, gebückt oder auf den Knien arbeiten, in gedrehten Positionen auch bis in die unzugänglichste Ecke gelangen: Berufe im Bereich der Reinigung sind körperlich extrem anstrengend und anspruchsvoll. Das Verletzungsrisiko ist groß, und oft kommt es zu Personalausfällen. Ergonomische, also körpergerechte, Arbeitsabläufe verhindern Verletzungen, Krankheitsfälle können vermieden werden. Das ist für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen genauso wichtig wie für die respektiven Betriebe.

Was bewirken körpergerechte Arbeitsabläufe?

Körpergerechtes Arbeiten bedeutet, den Körper beim Arbeiten im Rahmen gesundheitsförderlicher Möglichkeiten zu bewegen. Vom Design des Arbeitsgeräts über einzelne Bewegungen bis hin zu ganzen Bewegungsfolgen und -abläufen betrifft das alles. Es ist ein bisschen wie beim Sport: Das Verletzungsrisiko sinkt enorm, wenn eine Bewegung korrekt durchgeführt wird. Ergonomisches Arbeiten beginnt damit, schwere Gegenstände aus den Beinen und nicht aus dem Rücken zu heben und hört beim genau auf die richtige Größe eingestellten Teleskopstiel des Schrubbers noch lange nicht auf.

Worauf sollte bei einer körpergerechten Reinigung geachtet werden?

Bei der körpergerechten Reinigung muss darauf geachtet werden, dass insbesondere die Muskulatur im Torso nicht überbelastet wird. Stattdessen werden Kräfte auf die unteren Körperteile umgeleitet. Außerdem sollten Gewichte immer nah am Körper transportiert werden, um die wirkenden Kräfte möglichst gering zu halten. Und um diese beiden Grundsätze herum werden Arbeitsabläufe und Equipment sinnvoll gestaltet.

Welche Arbeitsabläufe sind wichtig, wie können diese optimiert werden?

  • Dinge anheben: In die Hocke gehen und aus den Beinen heraus hochstemmen.
  • Gegenstände transportieren: Immer so körpernah wie möglich halten.
  • Stiele von Besen, Schrubber, Staubsaugern und anderen Geräten auf die richtige Länge einstellen: Bei senkrechter Ausrichtung befindet sich der obere Abschluss auf Höhe des Halses.
  • Arbeiten an senkrechten Oberflächen: Eine Hand stützt immer.
  • Greifen: Handfläche zeigt immer zum Körper.
  • Stielhaltung bei Reinigungsgerät: Arme werden auf Brust- und Bauchhöhe geführt.
  • Geräte und Dinge bewegen: Gewichte auf beide Hände verteilen, idealerweise einen beidhändig geführten Wagen verwenden.
  • Reinigung von Oberflächen: Kleinschrittig, körpernah und aus der Schrittstellung heraus arbeiten.

In welchen Bereichen sollte besonders auf die Ergonomie geachtet werden?

Ergonomie ist in jedem Bereich und immer wichtig. Bei der Reinigung von Räumen und Oberflächen jedoch ganz besonders, denn Reinigungspersonal ist meist acht Stunden täglich und mehr mit den schweren körperlichen Arbeiten beschäftigt. Verspannungsschmerzen werden schnell chronisch, so dass dauerhafte Einschränkungen im Alltag und in der Lebensqualität drohen. Was ist schonend und gut für den Körper und was nicht?

Ein paar Grundsätze fassen Ergonomie und ergonomische Bewegungsabläufe in allen Bereichen ganz gut zusammen. Wir unterteilen die Bewegungen und Haltungen in positive (schonende, gesunde) und negative (belastende bis verletzende) Bewegungsabläufe:

Negative Bewegungen und Haltungen:

  • in den Nacken gelegter Kopf (beispielsweise bei Reinigungsarbeiten über Kopf)
  • nach hinten gezogene Schultern (beispielsweise bei der Reinigung von großen senkrechten Flächen)
  • gebeugter Rücken (beispielsweise bei Arbeiten auf Knie- oder Bodenhöhe)
  • eingedrehter Rücken (beispielsweise bei zu weit ausschwingenden Bewegungen)
  • Drehungen aus der Hüfte heraus
  • parallel stehende Füße
  • durchgestreckte Knie

Positive Bewegungen und Haltungen:

  • Nacken bleibt gerade
  • Schultern bleiben entspannt, weil die Oberarme nah am Körper geführt werden
  • Rücken bleibt gerade, statt dessen werden die Knie gebeugt
  • Rücken wird nicht eingedreht, statt dessen werden die Füße umgesetzt
  • Hüfte bleibt gerade, lieber seitlich in Schrittstellung gehen
  • Füße sind in Schrittstellung
  • Knie sind leicht gebeugt und bewegungsbereit

Fazit: Reinigende Tätigkeiten schließen Ergonomie nicht aus!

Auch Menschen, die in reinigenden Berufen tätig sind, können ihren Arbeitsalltag ergonomisch gestalten. Wichtig ist, dass der Arbeitgeber das richtige Gerät dafür zur Verfügung stellt: Leichte Reinigungsgeräte, die sich auf die individuelle Körpergröße einstellen lassen, sind genauso wichtig wie Transportwagen. Körperfreundliche Bewegungsabläufe sind leicht zu erlernen und werden schnell automatisiert. Bei CleanClub steht ein breites Sortiment an ergonomischen Reinigungswagen und anderem Zubehör zur Verfügung.

Bildernachweis: iStock.com/KatarzynaBialasiewicz

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